Fabienne 03

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​Einen sanften «Tritt» in die Zukunft

Im Blog zum Jahreswechsel möchte ich einen feinen «Tritt» geben. Jeder Mensch braucht manchmal wieder den sogenannten «Tritt in den Hintern». Ich selbst bin dankbar, dass ich öfter mal solche Menschen um mich habe, die mir einen Tritt versetzen. Auch ich habe schon ein paar «Tiefschläge» erleben dürfen oder müssen. Sei es von mir selbst verursacht oder einfach auch Dinge, die unerwartet in mein Leben kamen. Doch ob man es glaubt oder nicht, es spielt keine Rolle – denn weiter gehen muss man in beiden Fällen.

Dazu etwas Persönliches. In allen Fällen des Tiefgrundes dachte ich einen kurzen Moment: «Oh Mann, warum muss gerade ich dies erleben / durchmachen / durchstehen?» Und in jedem Fall war es immer so, dass ich wusste, dass sich etwas verändern wird. Jedes Mal wusste ich aber nicht genau, wie es kommen wird. Und in jedem Fall musste ich selbst etwas zur Veränderung beitragen. Was man aus Situationen tut hat man immer selbst in der Hand.

Dazu möchte ich jetzt eine meiner Tiefschlaggeschichten hier teilen: Ich bin mir bewusst, viele Menschen haben schon Schlimmeres durchgestanden als ich in diese Geschichte. Doch es ist mir wichtig noch zu zuzufügen, jeder darf eine Situation so erleben, wie er sie gerade empfindet. Was in einem Moment für jemand als schlimm erscheint, kann in einem anderen Moment oder für jemanden anders weniger schlimm sein.
Das wichtige ist, dass man dazu steht und akzeptiert, wie man es gerade für sich selbst empfindet. Denn akzeptierte Unzufriedenheit oder Leiden kann die treibende Kraft für Veränderung und neues Machen sein.


Zurück zu meiner Geschichte. Ich lag im Spital nach einer grossen Hüftoperation (eine lange von Geburt angeborene Fehlstellungsgeschichte) und konnte meinen Fuss nicht mehr bewegen. Der Nerv wurde verletzt. Die Prognose: «Fussheberparese» mit einem unbekannten Heilungsausgang da nicht klar war, wie fest der Nerv kaputt ist. Als mir der Arzt dies mitteilte und ich ca. 100 Mal überprüfte, ob ich den Fuss wirklich nicht bewegen kann und mir dies dann auch alle Krankenschwestern und Physios bestätigten, fiel ich in ein Loch. Was, wenn ich nie mehr in einen Skischuh komme? Oder nicht mehr Joggen oder Bergtouren machen kann? Nicht mehr so laufen kann wie zuvor? Keine schönen Schuhe mehr tragen kann? Und dann die Frage aller Fragen: Warum ich? Warum das auch noch?

Ich dachte unter anderem auch: «Oh Mann, ich möchte meine «alte Hüfte» zurück, mein altes Leben vor der OP, jenes mit nächtlichen und täglichen Schmerzen! Und genau dann kam der Tritt in den Hintern von meiner Mutter.
«Komm, das bringt Dir jetzt nichts. Du kannst es nicht ändern, und ja, vielleicht geht es nie mehr, wie es mal war, dafür finden wir andere Wege. Man kann nichts zurückholen, es geht nur vorwärts». Päng – meiner Mutter traute ich zum Glück nicht zu widersprechen und darum sass ich da im Spital mit zwei Optionen. Entweder ich lass mich fallen in Selbstmitleid oder jetzt erst recht. Es gibt 100 gute Therapeuten und noch mehr wird mein Wille mir dabei helfen, dass alles so funktioniert wie früher. Und so nahm ich in dem Moment meine Kraft, strich meine Tränen aus dem Gesicht, setzte mich auf und bat die Schwestern, mir die Schiene am Fuss zu befestigen. Und los ging es. Um die Geschichte abzukürzen: Heute, nachdem ich dies schon zum 2. Mal erlebt habe, ist alles doch besser als vor dieser OP. Wenn auch mit viel Fleiss lebe ich heute fast schmerzfrei und bin sportlich sehr aktiv. Ich habe durch die Therapien sehr viel dazu gelernt und ein anderes, noch besseres Körpergefühl. Mein Kampf hat sich gelohnt. Nach schon 4 Monaten konnte ich den Fuss wieder bewegen.

Aber was möchte ich mit dieser kleinen schon sehr persönlichen Sache zum Jahresende 2020 sagen? In diesem Jahr hatten viele von uns Kämpfe auszustehen. Leider haben gewisse Branchen jetzt zum Jahresende noch den Tiefpunkt erfahren müssen. Man ist verzweifelt. Man hat Angst und ist auch erschöpft. Doch genau jetzt ist der Zeitpunkt, um nach vorne zu gehen. Ich kenne viele erfolgreiche Unternehmer, doch ich kenne keinen, der es immer nur einfach hatte. Und immer wurden wir mit Tatsachen von aussen gebremst (Ölschock, Kriege, Naturkatastrophen usw)

Ich höre Menschen sagen: «Wir wollen wieder eine Welt wie vor Corona, als es florierte, als mein Geschäftsmodell funktionierte» usw. Sozusagen möchten wir das alte Leben zurück. Die schlechte Botschaft darauf: «Nein das wird es nicht mehr geben, das Leben ist im Fluss und zurück können wir nicht, nur vorwärts» Wenn ich mich nicht mit dem Leben verändere, wird es mich verändern. Und dies ist sozusagen die schwere, doch auch die gute Nachricht.

Auch jetzt im Jahre 2021 wird es vorangehen, vielleicht einfach etwas anders als eben vor dem Jahr 2020.

Der Moment, wenn man nicht weiterkommt, wenn es dreht, ist genau der Moment mit dem grössten Potential. Denn dieser Moment drängt einen zur Veränderung. Dann hat man genau zwei Möglichkeiten:

Entweder sich weiter im «Alten» drehen, sich ärgern ab Gegebenheiten, seine Energie in Wut umzuwandeln und ein Opfer der Situation zu sein. Oder die weitaus bessere Variante; man akzeptiert die Situation, glaubt an sich selbst, nimmt die Herausforderung der Veränderung an, geht vielleicht auch einen Schritt zurück, ist bescheidener und nimmt die Energie, um Neues aufzubauen.

Wer mit der Veränderung geht, weiss, es geht immer weiter. Es gibt ein englisches Sprichwort: Ein rollender Stein setzt kein Moos an.Einen rollenden Stein kann man anhalten. Wenn er steht, kann er Moos ansetzen, wenn er rollt, dann hat er keine Zeit, Moos anzusetzen. Doch ein rollender Stein muss manchmal die Richtung wechseln, muss dazu auch mal angehalten werden, damit er nicht irgendwo aufschlägt oder eine neue Perspektive erlangen kann. Meistens kommt er mit dem Richtungswechsel erst richtig in Fahrt.

Somit möchte ich euch alle dazu motivieren, speziell an diesem Jahreswechsel Chancen zu sehen und zu entdecken. Wenn ihr sie noch nicht seht, dann vielleicht einfach kleine Dinge wieder zu tun und etwas kleiner zu denken. Plötzlich tut sich ein Weg auf, plötzlich kommt aus der eigenen Kraft eine Idee, plötzlich kommen andere Menschen mit euch und plötzlich werdet ihr vielleicht dankbar sein, dass es so gekommen ist. Es wird immer wieder Möglichkeiten geben, immer wieder Chancen geben. Doch etwas müssen wir selbst tun: Unsere Energie auf das Tun und Machen ausrichten und keine negativen Spiralen bilden.

Und noch etwas, wenn wir jammern, erscheinen uns keine neuen Visionen, sondern wir treffen höchstens auf anderes Gejammer.

Wenn wir Lösungen suchen und finden wollen, finden wir andere Menschen, die Lösungen suchen, vielleicht schon gefunden haben und somit gewinnen auch wir neue Ideen und Visionen.Also denken wir positiv, nutzen wir die Energie um vorwärts zu gehen und glauben an die Kraft des Wiederaufbaus.

Ich wünsche Euch ein erfolgreiches 2021. Nutzen wir die Chancen die uns gezeigt werden. Öffnen wir die Herzen für Chancen und folgen somit dem Positiven.

fabienneballmer.ch

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